"Der Mittelstand und die Sparkasse Leipzig - latente Beziehungskrise oder stabile Partnerschaft?"
Als Gast des Abends stand Andreas Koch - Vorstand für Firmenkunden bei der Sparkasse LeipzigRede und Antwort.

Zunächst erhielt der Gastredner das Wort und informierte über interessante Fakten zum Geschäftsgebiet der Sparkasse Leipzig:

Die rege Diskussion spiegelte das Interesse an diesem Thema wider, daher hier eine Auswahl der Fragen und Antworten:

  1. In Anbetracht der Finanzkrise: Können auch Wertpapiere der Sparkasse zu einem Totalverlust führen?
    A. Koch: Die Sparkassen beteiligten sich nicht an Spekulationsgeschäften und verkauften nur solide Produkte.
  2. Was müssen Mittelständler tun, um einen Kredit zu erhalten?
    A. Koch: Transparenz in Zahlen und Geschäften, einen nachvollziehbaren Blick in die Zukunft und Vertrauen zur Bank haben,
    auch rechtzeitig beim Auftreten von Problemen.
  3. Verkaufen die Sparkassen meine Kredite an Dritte?
    A. Koch: Es konnte durchaus passieren, dass ein Kredit an Dritte verkauft wurde. Kreditnehmer sollten daher in ihren
    Kreditklauseln darauf achten und dies für ihren Vertrag ausschließen.
  4. Warum wechseln häufig die Kundenbetreuer?
    A. Koch: (etwas zerknirscht) Dies sei in letzter Zeit leider aufgrund der Umstrukturierung passiert, die Sparkasse bemühe
    sich aber um Kontinuität.
  5. Warum können Kunden von Direktbanken kein Geld mehr von ihren Konten bei der Sparkasse abheben?
    A. Koch: Das ist nicht unsere Geschäftsbasis, es könne nicht sein, dass Banken ohne Infrastruktur Geschäfte zu Lasten
    der Sparkassen machen.
  6. Eine Frage, die insbesondere Leipziger interessiert: Wenn die Sparkasse Bürgern und Unternehmen erst nach intensiver Beratung
    und Prüfung Kredite vergeben; wie wurden dann städtische Unternehmen beraten, die bekanntermaßen mehr Schulden hätten als
    verantwortbar?

    Hierauf konnte oder wollte der ansonsten recht pragmatisch wirkende Gast keine Antwort geben.