Privatisierung von HL Komm, Perdata und Wassergut sind ein Schritt in die richtige Richtung
MIT
begrüßt ausdrücklich das Vorhaben der Stadt Leipzig und der
Geschäftsführung der LVV, kommunale Unternehmen zu privatisieren. Diese
drei Firmen erfüllen eindeutig keine Aufgaben der öffentlichen
Daseinsvorsorge und können somit nicht, wie die Linke das tut, mit
echter "kommunaler Daseinsvorsorge" wie beispielsweise der
Abwasserentsorgung und Müllabfuhr verglichen werden. Die Beteiligung
von strategische Partnern aus der Privatwirtschaft bietet diesen Firmen
weitaus bessere Marktchancen als bei einem Verbleib im LVV-Konzern.
Damit werden sich auch die Aussichten der dort Beschäftigten auf Erhalt
ihres Arbeitsplatzes langfristig verbessern.
Es wurde höchste Zeit, dass sich die Spitzen von Rathaus und LVV
zu einem Verkauf dieser Firmen entschließen. Sicherlich sind
hierfür zunächst die kurzfristigen Liquiditätsprobleme
das ausschlaggebende Argument gewesen. Unserer Ansicht nach ist es
jedoch besonders im Hinblick auf die Gesamtschuldenlast der LVV in
Höhe von 700 Millionen Euro dringend geboten, den Stadtkonzern
komplett umzustrukturieren. Die LVV muss sich endlich auf ihr
Kerngeschäft konzentrieren. Das KWL-Desaster hat deutlich gezeigt,
dass die Stadt Leipzig und die LVV endlich die Zügel in die Hand
nehmen müssen, um die Kontrolle über die gewinnbringenden
Unternehmen der zweiten und dritten Generation wiederzuerlangen.
Deshalb erneuern wir unsere Forderung an die Stadt Leipzig, einen
Privatisierungsplan zu erarbeiten und den Stadträten vorzulegen.
Die LVV muss sich von weiteren Firmen und Auslandsbeteiligungen trennen,
die nichts mit öffentlicher Daseinsvorsorge zu tun haben und sich
endlich auf die Stadt und die Region Leipzig zu konzentrieren.
Um den Wirtschaftsstandort Leipzig zu stärken und auch um den
Endverbraucher endlich von Gebühren entlasten zu können,
brauchen wir mehr Wettbewerb und kein "Kombinat Leipzig".
Markus Becker
11. November 2010